Rezepte – Deutsch

Rezepte zum Nachbacken

Am 22 Oktober 2016 organisierte das germanistische Institut ein Viennese-Bake-Off Event. Hierbei stellten Studenten, Dozenten sowie Familien ihre einigen deutschen und österreichischen Rezepte vor. Der Beitrag eines Kuchens in den Backwettbewerb, welches am Avenues Campus (Building 65) der Universität Southampton stattgefunden hatte, war für jedermann möglich.

Es war sowohl für die Juroren als auch  für die zahlreich erschienen Besucher ein Gaumenschmaus nach feiner Art.

Falls du Hunger auf schmackhaften Kuchen bekommen hast, dann darfst du sehr gerne die unten aufgeführten Rezepte zum Nachbacken nutzen.

Rezept #1: Apfelstrudel

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Dieses Rezept wird von einem Mitarbeiter des germanistischen Instituts zur Verfügung gestellt und ist ein Ausschnitt aus der Rezeptsammlung  ‘Das neue Donauland Kochbuch’ (1975).

Fotografin: Lydia Drabkin-Reiter.

Zutaten:

Teig: 300g feines Weizenmehl, ca. 150ml warmes Wasser, 1tl kalorienarmes Rapsöl, eine Prise Salz.

Füllung: 1kg Äpfel, 100g Zucker, 100g grob gehackte Erdnüsse, 150g zerlassene Butter, etwas Zimt.

Zudem brauchst du ein großes Backblech und vergiss nicht den Ofen auf 200°C vorzuheizen.

Das Geheimnis der Zubereitung eines Apfelstrudels ist den Teig so dünn wie möglich mit einer Teigrolle aufzurollen. Die Ideale Dünne hast du dann erreicht, wenn der Teig transparent erscheint. Diesen transparenten Zustand des Teiges erreichst du nur durch die richtige  Mengenmischung von Mehl und Wasser. Die richtige Konsistenz ist erreicht, wenn der Teig eine seidige Textur annimmt.

Kleiner Tipp: Benutze kein Vollkornmehl etc. , da sich damit der Teig nicht gut ausrollen lässt.

Gebe das Mehl, das Salz, das Öl und ein großen Teil des Wassers in eine große Schüssel.  Natürlich kannst du auch all die Zutaten, wie auf dem Foto, auf der Küchenplatte miteinander vermischen ( siehe Foto). Wenn du den Kuchen zum ersten Mal machst, rate ich dir den Teig in einer Schüssel zuzubereiten, da es ansonsten eine große Sauerei geben kann.

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Meine Mutter sagte mir oft, dass die Konsistenz des Teiges oft vom Mehl und der ,,Atmosphäre” abhänge. Deshalb kann es sein, dass du manchmal mehr oder weniger Wasser brauchst als vorgegeben. Die Zutaten kannst du erst einmal mit einem Löffel miteinander vermischen und später zu einem glatten Teig verkneten.

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Die richtige Konsistenz des Teiges hast du circa nach fünf Minuten kneten erreicht. Falls du den Teig nicht in einer Schüssel zubereitet hast, lege ihn jetzt in eine ein, bestreiche die Oberfläche des Teiges mit  Öl und decke die gesamte Schüssel mit Frischhaltefolie. Nun sollte der Teig 30 Minuten ruhen.

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In der Zwischenzeit solltest du die Äpfel entkernen und in kleine Stücke schneiden. Natürlich kannst du diese auch schälen. Die Erdnüsse (möglich sind auch Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln) solltest du ebenso grob hacken und vergiss nicht die Butter bei geringer Temperatur auf dem Herd zu schmelzen.

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Nun kannst du damit beginnen, den Strudel zu machen. Zunächst einmal solltest du auf dem Tisch ein Baumwolltuch ausbreiten und damit beginnen den Teig mit einer Teilrolle auszurollen. Achte darauf, dass der Teig nicht dicker als 1cm wird.  Das Tuch auf der Arbeitsplatte wirst du später für das Rollen des Strudels gebrauchen. In Österreich verfügen viele Bäcker für dieses Rezept ihr eigenes ,,Strudeltuch”.

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Endlich beginnt der spaßige Abschnitt des Backens! Hebe ganz vorsichtig den Teig ab und versuche diesen durch das Herunterhängen auszubreiten. Vergiss nicht den Teig von all seinen Seiten lang zu ziehen.

apfelstrudel-bild-6Das Ausdehnen des Teiges kann sehr aufregend sein. Nach circa einer Minute kannst du ruhig den ausgedehnten Teig auf die Arbeitsplatte legen und versuchen die dickeren Stellen mit deiner Hand auszudünnen. Keine sorge, wenn du Löcher im Teig hast.

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Wenn du die ideale Transparente des Teiges ereicht hast, bereite die Füllung mit Zimt auf diesem aus und  begieße ihn mit 2/3 der zerlassenen Butter.

apfelstrudel-bild-8Nun beginne damit das Tuch an einer Seite hoch zu  heben und den Teig mit großer Vorsicht zu rollen.

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Rolle den Teig auf. Am Ende sieht dieser aus, wie eine große Nusswurst 😉

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Bestreiche das Backblech mit Butter oder Öl und lege langsam die Nusswurst darauf.

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Nun begieße die Rolle mit der restlichen zerlassenen Butter und backe ihn für eine Stunde im Ofen.

Am besten schmeckt der Apfelstrudel frisch aus dem Ofen, aber kalt mit Puderzucker bestreut ist er auch eine sehr beliebte österreichische Süßspeise.

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Rezept #2: Linzer Torte

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Dieses Rezept wird von einem Mitarbeiter des germanistischen Instituts zur Verfügung gestellt und ist ein Ausschnitt aus der Rezeptsammlung  ‘Das neue Donauland Kochbuch’ (1975).

Fotografin: Lydia Drabkin-Reiter.

Zutaten:

300g Mehl, 300g gehobelte Haselnüsse , 300g weiche Butter, 220g Zucker, 1 ganzes Ei und 1 zusätzliches Eigelb, 1/2tl  Zimt, den Saft einer ganzen Zitrone sowie die Zitronenschale einer halben Zitrone; rote Marmelade und blättrige Mandeln.

Der Durchmesser des Tortenrings sollte circa 26-28cm  betragen.

Heize den Ofen auf 180°C vor

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Ich bin in Linz, die Landeshauptstadt von Oberösterreich, aufgewachsen, doch ich kann mich nicht daran erinnern jemals ein Stück der Linzer Torte in meiner Heimat gegessen zu haben. Wie dem auch sei, seit dem ich Österreich verlassen habe, bereite ich ihn gerne zwischendurch zu. Es existieren zwei verschiedene Rezepte der Linzer Torte. In einem der Rezepte arbeitet man mit einem Schwamm, der unsinnig viel Sauerei verursacht, weswegen ich euch die andere Alternative illustrieren werde.

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Vermische das Mehl mit der Butter und dem Brotkrümmel. Anschließend solltest du die restlichen Zutaten bis auf die Marmalade und der blättrigen Mandeln hinzugeben und unterrühren. Achte beim Verrühren darauf, dass du den  Teig nicht zu matschig machst. Ein sorgfältiges vermischen reicht hier vollkommen aus. Nun gebe 2/3 des Teiges in einen Tortenring und drücke diesen mit deiner Handinnenfläche zu einem festen Kuchenboden.  Verstreiche anschließend sorgfältig  die rote Marmelade auf unserer Teigmasse.

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Wir benutzen hier rote Marmelade aus Traditionsgründen. Sicherlich schmecken andere Marmeladen auch gut.

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Aus dem restlichen Teig solltest du nun längliche Würstchen formen, die circa ein cm dick sind. Diese solltest du auf den Marmeladenkuchenboden ausbreiten. Besonders schön sieht es aus, wenn du hierbei eine Netzstruktur anstrebst.

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Nun belege die Torte mit den blättrigen Mandeln.

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Die Linzer Torte sollte circa 45 Minuten bis eine Stunden im Ofen gebacken werden. Es ist wichtig, dass er eine goldbraune Farbe annimmt. Nach dem Backen sollte dieser etwas ruhen und abkühlen. Wenn du magst darfst du ihn gerne am Rand mit etwas Puderzucker schmücken.

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Rezept #3: Marmorkuchen-Marble Cake

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Dieses Rezept wird von einem Mitarbeiter des germanistischen Instituts zur Verfügung gestellt und ist ein Ausschnitt aus der Rezeptsammlung  ‘Das neue Donauland Kochbuch’ (1975).

Fotografinnen: Melis Yerek & Gülderen Zincirkiran

Zutaten

250g Butter, 
200g Zucker, 4 Eier, 200ml Milch, 300g Mehl, 2 TL Backpulver, 1/8 TL Salz, 100g Kakaopulver, 1 Päckchen Vanillezucker
Anleitung

  1. Den Ofen auf 175 Grad vorheizen.
  2. Zuerst den Zucker, Vanillezucker und Salz mit der Butter schaumig rühren. Die Eier einzeln hinzufügen und solange rühren, bis die Masse heller geworden ist. Milch hinzufügen.

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  1. Mehl mit dem Backpulver und dem Salz mischen, sieben und unter die Eiermasse heben. Den Teig teilen und den Kakaopulver unter eine Hälfte mischen.  

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  1. Eine Gugelhupfform oder eine andere Kuchenform mit Butter fetten und mit Mehl ausstreuen. Zuerst den hellen Teig hineingeben. Darüber nun den dunklen Teig und dann vorsichtig mit einer Gabel Spiralen ziehen, damit eine Marmorierung entsteht.mc18
  1. Den Kuchen im heißen Backofen bei 180°C etwa 50-60 Minuten backen.

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Rezept #4: BISKUITROULADE

Zutaten

6 Eier (getrennt), 180 g Staubzucker, 120 g Mehl, 1 Päckchen Vanillezucker

Zum Füllen: 200g Marillenmarmelade,1 Esslöffel Rum

Zucker zum Bestreuen

Backpapier

Anleitung

img_0527img_05281.   Dotter und Staubzucker sehr gut schaumig rühren (bis die Masse hell ist)

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2.   Eiklar zu festem Schnee schlagen (Schnee muss sich ballen)

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3.   Eischnee und Mehl abwechselnd unter die Dottermasse hebenimg_0535

4.   Backblech mit Backpapier belegen und die Masse 1cm dick aufstreichen

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5.   Bei starker Hitze (200-220Grad) 10-12 Minuten backen

6.   Das Biskuit auf ein feuchtes oder bezuckertes Geschirrtuch stürzen, das Papier mit Wasser bespritzen und abziehen

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7.   Die Marmelade mit Rum verrühren, das Biskuit damit bestreichen und eng einrollen

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8.  Mit dem Verschluss nach unten auf ein bezuckertes Brett legen, bezuckern und ausgekühlt in 2cm dicke Scheiben schneiden

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Fotografin: Julia Huettner

Guten Appetit!